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Grundbegriff

Maledom

Redaktion Dominacall24 Zuletzt geprüft am

Maledom, kurz für male domination, bezeichnet BDSM-Konstellationen, in denen ein Mann einvernehmlich die Führung übernimmt. Es ist der Gegenbegriff zu Femdom und beschreibt eine Rollenverteilung, keine Wertung.

Auch bekannt als: Male Domination · Male Dom

Was Maledom bedeutet

Maledom setzt sich aus dem englischen male domination zusammen und bezeichnet eine Konstellation, in der ein Mann den dominanten Part übernimmt. Als Rollenbezeichnung für ihn sind Dom oder Herr gebräuchlich. Der Begriff beschreibt, wer in einer Session oder Beziehung führt, und dient in Profilen, Anzeigen und Kategorien vor allem der schnellen Orientierung. Über die Art des Spiels, seine Intensität oder die Beziehungsform sagt er für sich genommen nichts aus.

Wie jede BDSM-Konstellation beruht Maledom auf Einvernehmlichkeit zwischen Erwachsenen. Führung heißt dabei auch Verantwortung: für Absprachen, Sicherheit und Nachsorge.

Femsub und Malesub: die Gegenstücke

Für die unterwürfige Seite haben sich zwei ähnlich gebildete Begriffe eingebürgert. Femsub, von female submissive, meint eine Frau im devoten Part, Malesub, von male submissive, einen Mann in dieser Rolle. Beide leiten sich vom allgemeinen Begriff Sub ab. Kombiniert ergeben sich Beschreibungen wie Maledom mit Femsub oder Maledom mit Malesub.

In der Szene sind außerdem Kurzschreibweisen mit Schrägstrich gebräuchlich, etwa M/f oder F/m. Der Großbuchstabe steht dabei für den dominanten, der Kleinbuchstabe für den unterwürfigen Part. Nach demselben Muster ist D/s aufgebaut, das allgemein für Dominanz und Submission steht.

Maledom und Femdom im Vergleich

Femdom bezeichnet das Gegenstück: Hier übernimmt eine Frau die Führung, in Partnerschaften ebenso wie bei professionellen Dominas. Beide Begriffe folgen derselben Logik und unterscheiden sich nur darin, welches Geschlecht der führende Part hat. Praktiken, Regeln und Sicherheitsgrundsätze sind nicht an eine der beiden Konstellationen gebunden. Bondage, Rollenspiele oder Erziehungsformen kommen in beiden vor, ebenso Verhandlung, Safewords und Nachsorge.

Im Umfeld professioneller Dominas steht naturgemäß Femdom im Mittelpunkt. Maledom dient dort vor allem als Abgrenzung für Suchende, die eine andere Rollenverteilung meinen.

Konstellationen, keine Klischees

Die Begriffe beschreiben, wer in einer bestimmten Situation führt und wer sich führen lässt. Sie enthalten keine Aussage darüber, welche Rolle zu welchem Geschlecht „passt“. Dominanz ist keine männliche und Hingabe keine weibliche Eigenschaft; eine Frau im devoten Part ist nicht schwach, ein Mann im dominanten Part nicht automatisch hart oder fordernd. Wer eine Rolle einnimmt, tut das aus eigener Neigung und in dem Rahmen, der ausgehandelt wurde.

Alle Kombinationen kommen vor: Männer führen Frauen oder Männer, Frauen führen Männer oder Frauen. Wer mal führt und mal folgt, bezeichnet sich als Switch. Menschen, die sich keinem der beiden Geschlechter zuordnen, finden sich in Begriffen wie Maledom oder Femdom nicht unbedingt wieder; der Eintrag Nicht-binär im BDSM beschreibt, wie Rollen jenseits dieser Einteilung gestaltet werden. Im Zweifel ist es ohnehin am klarsten, Rollen und Wünsche im Gespräch zu benennen, statt sich allein auf ein Etikett zu verlassen.

Dieser Text ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung. Was einvernehmliches BDSM ausmacht, steht unter Konsens.
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