Privatdomina
Privatdomina bezeichnet eine Domina, die ohne festes Studio arbeitet, etwa in eigenen Räumen, per Hausbesuch oder im Hotel, teils nebenberuflich. „Privat“ beschreibt dabei die Arbeitsweise, nicht zwingend, dass keine Kosten anfallen.
Was ist mit Privatdomina gemeint?
Als Privatdomina bezeichnet sich eine Domina, die ihre Sessions nicht in einem Bizarrstudio anbietet, sondern in eigenen oder angemieteten Räumen, bei einem Hausbesuch oder einem Hotelbesuch. Manche üben die Tätigkeit nebenberuflich aus, andere hauptberuflich, nur eben ohne Studiobetrieb. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen private Domina und Hobbydomina. Mit der Tourdomina teilt sie, dass kein festes Studio den Rahmen bildet; die Tourdomina ist jedoch durch wechselnde Aufenthalte in verschiedenen Städten gekennzeichnet, während Privatdomina vor allem die Arbeitsweise ohne Studio beschreibt. Auch eine Bizarrlady kann auf diese Weise arbeiten.
Zwei Bedeutungen von „privat“
In Anzeigen trägt das Wort zwei Bedeutungen, die sich leicht vermischen. In der ersten heißt privat schlicht ohne Studio: Die Session findet in einem kleineren, oft persönlicheren Rahmen statt, gegen ein Honorar wie bei jeder anderen Pro-Domina. In der zweiten meint privat unentgeltlich, also Begegnungen ohne Geld, die eher einer Verabredung unter Gleichgesinnten ähneln.
Für die zweite Bedeutung ist der Begriff Lifestyle-Domina treffender. Gemeint ist eine Frau, die Dominanz in Beziehungen, Spielpartnerschaften oder in der Szene lebt und dafür kein Geld nimmt. Wer eine Anzeige liest, klärt deshalb am besten im Kennenlerngespräch, welche Bedeutung gemeint ist, statt aus dem Wort allein Schlüsse zu ziehen. Wie sich Kürzel und Formulierungen lesen lassen, erklärt der Eintrag Szene-Codes in Anzeigen.
Rechtlicher Rahmen
Die Bezeichnung privat ändert nichts an der rechtlichen Einordnung. Wer Sessions gegen Entgelt anbietet, fällt in der Regel unter das Prostituiertenschutzgesetz und braucht eine Anmeldebescheinigung, auch wenn die Anzeige ausdrücklich von einer privaten Domina spricht. Das gilt unabhängig davon, ob die Tätigkeit neben einem anderen Beruf ausgeübt wird. Für eigene Räume können zusätzlich örtliche Vorgaben greifen, etwa eine Sperrbezirksverordnung. Einzelheiten erklärt der Eintrag zum Gesetz; bei Unsicherheit geben Beratungsstellen für Sexarbeitende und die zuständigen Behörden Auskunft.
Worauf Gäste achten sollten
Weil eine Privatdomina ohne Studioadresse auftritt, lässt sich ihre Identität von außen schwerer nachvollziehen. Das nutzen Fake-Profile mit gestohlenen Fotos aus, ein Muster, das als Catfishing bekannt ist. Typisch ist die Forderung nach Vorkasse, bevor ein Termin bestätigt wird; bleibt die Leistung danach aus, handelt es sich um Anzahlungsbetrug. Nicht jede Bitte um eine Anzahlung ist unseriös, doch Zahlungen an eine Person, deren Identität sich nicht prüfen lässt, bergen ein hohes Risiko.
Umgekehrt prüft auch die Domina ihre Gäste. Ein Screening vor dem ersten Termin ist kein Misstrauensbeweis, sondern Schutz für eine Frau, die Fremde in eigene Räume lässt oder zu ihnen fährt. Dazu kann ein Safe Call gehören: Eine Vertrauensperson kennt Ort und Uhrzeit des Termins und wird zu vereinbarten Zeitpunkten informiert. Diskretion gilt in beide Richtungen. Die Domina schützt Namen und Daten ihrer Gäste, und Gäste behalten Adresse und Privatleben der Domina für sich.