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Grundbegriff

Fetischkleidung

Redaktion Dominacall24 Zuletzt geprüft am

Fetischkleidung umfasst Kleidung aus Materialien wie Latex, Lack, Leder oder PVC, die in Szene und Studio getragen wird – als Ausdruck von Rolle, Macht und Ästhetik und mitunter als Einlassbedingung bei Veranstaltungen.

Auch bekannt als: Fetischmode · Fetisch-Outfit · Domina-Outfit · Catsuit

Was ist Fetischkleidung?

Fetischkleidung ist ein Sammelbegriff für Kleidung, die in der BDSM- und Fetischszene wegen ihres Materials, ihrer Form oder ihrer Symbolik getragen wird. Sie kann selbst Gegenstand eines Fetischs sein, dient aber ebenso der Inszenierung einer Rolle, dem Gemeinschaftsgefühl auf Veranstaltungen oder schlicht dem eigenen Stil. Im professionellen Studio prägt sie das Auftreten der Anbieterin, auf Partys kann sie Einlassbedingung sein.

Materialien

  • Latex: Naturkautschuk, der eng wie eine zweite Haut anliegt; mehr dazu unter Gummi Latex Spiele.
  • Lack und PVC: glänzende, beschichtete Materialien mit auffälliger Optik; siehe Lack und PVC.
  • Leder: ein Material mit langer Tradition in der Szene, von der Korsage bis zur Lederkombi; siehe Leder.
  • Spandex: elastische Synthetikkleidung mit glatter Oberfläche; siehe Spandex.
  • Nylon: Strümpfe und Feinstrumpfware, häufig ergänzt durch Strapse.

Zum Materialbereich gehört auch Wetlook, die Faszination für nass glänzende Oberflächen und durchnässte Kleidung.

Typische Stücke

Zu den bekanntesten Stücken zählt der Catsuit, ein eng anliegender Ganzkörperanzug aus Latex, Lack, Spandex oder Leder. Das Korsett formt die Silhouette; das langfristige Tragen und Schnüren beschreibt Korsettierung. Beim Schuhwerk sind High Heels, Overknee-Stiefel und Ballettstiefel verbreitet, wobei Letztere den Fuß in eine extreme Spitzenstellung zwingen. Hinzu kommen Uniformen, deren Reiz der Eintrag Uniformfetisch erklärt, sowie Handschuhe, Halsbänder und Masken.

Das Domina-Outfit als Rollensignal

Beim Domina-Outfit steht die Wirkung im Vordergrund. Glänzende Materialien, hohe Absätze, lange Handschuhe und eine aufrechte Haltung signalisieren Autorität und markieren den Übergang in die Rolle. Das Anziehen kann bereits Teil der Vorbereitung auf die Session sein: Mit dem Outfit beginnt die Inszenierung. Auch die Kleidung der unterwürfigen Person kann das Machtgefälle ausdrücken, etwa bei einer Outfitkontrolle. Welche Kleidung eine Session prägt, wird im Vorgespräch geklärt, ebenso mögliche Unverträglichkeiten.

Dresscode auf Partys und Bällen

Eine Play Party, ein Fetisch-Ball oder ein Abend im Fetischclub gibt in der Regel einen Dresscode vor. Er ist Einlassbedingung und soll eine gemeinsame Atmosphäre schaffen, in der niemand nur als neugieriger Zaungast dabei ist. Die Angabe „Fetisch erwünscht“ bedeutet allgemein, dass Kleidung aus typischen Fetischmaterialien, eine Uniform oder ein erkennbares Fetisch-Outfit gern gesehen ist; wie streng das an der Tür gehandhabt wird, legt jede Veranstaltung selbst fest. Ist der Dresscode als Pflicht ausgewiesen, ist die Vorgabe verbindlich. Straßenkleidung wie Jeans, Turnschuhe oder Bürohemd genügt dann nicht.

Über den Einlass entscheidet die Türpolitik; wer unpassend gekleidet ist, kann abgewiesen werden. Wo eine Umkleide vorhanden ist, lässt sich in Alltagskleidung anreisen und vor Ort umziehen, was auch der Diskretion dient. Wichtig bleibt: Freizügige Kleidung ist keine Einladung. Jede Berührung setzt Konsens voraus.

Sicherheit und Pflege

  • Überhitzung: Latex, Lack und PVC lassen kaum Luft durch. Bei langem Tragen, warmen Räumen oder körperlicher Anstrengung drohen Wärmestau und Kreislaufprobleme; siehe Überhitzung im Latexanzug. Trinkwasser, Pausen und ein Outfit, das sich schnell öffnen lässt, gehören dazu.
  • Latexallergie: Naturlatex kann allergische Reaktionen auslösen, bis hin zu Atemnot; dann wird sofort der Notruf 112 gewählt. Wer betroffen ist, weicht auf andere Materialien aus; siehe Latexallergie.
  • Schnürung und Schuhwerk: Ein Korsett darf nie so eng sein, dass es Atemnot oder Schmerzen verursacht. Schwindel, Übelkeit, Atemnot oder Taubheitsgefühle sind ein Grund, es sofort zu öffnen; siehe Korsettierung. Extreme Absätze erhöhen das Sturzrisiko, besonders auf Treppen und glatten Böden.
  • Pflege: Latex wird nach dem Tragen gereinigt, getrocknet und lichtgeschützt aufbewahrt; öl- und fetthaltige Mittel schädigen es. Einzelheiten beschreibt Latexpflege. Leder und Lack brauchen jeweils eigene, materialgerechte Pflege.
Anbieterinnen für Fetischkleidung
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Dieser Text ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung. Was einvernehmliches BDSM ausmacht, steht unter Konsens.
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