Facesitting
Das Sitzen auf dem Gesicht des liegenden Parts — mit dem Reiz von Nähe und Überlegenheit, bei stets freigehaltener Atmung.
Was bedeutet Facesitting?
Facesitting bezeichnet das Sitzen auf dem Gesicht einer liegenden Person. Die Praktik verbindet intensive Nähe mit dem Bild von Überlegenheit und ist im Femdom-Bereich weit verbreitet. Sie wird sowohl mit als auch ohne Kleidung praktiziert und häufig mit oraler Stimulation verbunden.
Der Reiz wird meist doppelt beschrieben: als körperliche Nähe und als Ausdruck einer Machtverteilung, bei der eine Person buchstäblich über der anderen ist. Für den liegenden Part kommt das Erleben von Umschlossensein und eingeschränkter Bewegungsfreiheit hinzu.
Praxis und Ablauf
Der empfangende Part liegt auf dem Rücken, meist auf einer weichen Unterlage mit einem flachen Kissen unter dem Kopf. Der sitzende Part nimmt Platz und stützt sich dabei ab — an einer Wand, an einer Lehne oder auf den eigenen Knien. Dieses Abstützen ist der entscheidende Punkt: Es sorgt dafür, dass das Gewicht kontrolliert und nicht vollständig aufliegt.
Üblich sind kurze Einheiten mit Pausen dazwischen statt eines langen Verweilens. Der Wechsel selbst ist Teil der Praktik: Aufstehen, Luft holen lassen, wieder absenken. Diese Rhythmisierung erzeugt Spannung und hält die Praktik zugleich sicher.
Kombiniert wird sie häufig mit Fesselung der Hände, mit Verbalerotik und mit anschließenden Praktiken wie Trampling oder Benutzungsspielen. Nach einem Ringkampf ist sie ein verbreiteter Abschluss.
Sicherheit und Grenzen
Die zentrale Regel lautet: Mund und Nase bleiben frei. Facesitting ist keine Praktik der Atemeinschränkung, und es sollte auch nicht dazu gemacht werden. Sauerstoffmangel kündigt sich nicht zuverlässig an, eine Ohnmacht kann innerhalb von Sekunden eintreten, und in dieser Position ist die Gefahr entsprechend groß. Wer den Reiz von Enge sucht, findet ihn in Positionen, die die Atemwege nicht berühren.
Zwingend ist ein nichtsprachliches Abbruchsignal, weil Sprechen in dieser Position kaum möglich ist. Bewährt haben sich zweimaliges deutliches Klopfen auf den Oberschenkel, ein Gegenstand in der Hand, der fallen gelassen wird, oder ein vereinbartes Kneifen. Das Signal wird vorher geübt, nicht im Ernstfall erfunden.
Der sitzende Part behält die Kontrolle über sein Gewicht und beobachtet — Hautfarbe, Anspannung, Handbewegungen. Er verlässt die Position sofort bei jedem Zweifel. Ins Vorgespräch gehören Atemwegserkrankungen, Asthma, Nasenatmungsprobleme, Nackenprobleme und Platzangst. Bei erheblichem Gewichtsunterschied wird die Position so gewählt, dass das Abstützen zuverlässig funktioniert.
Verwandte Begriffe
- Trampling — die verwandte Praktik mit Belastung.
- Erotisches Wrestling — der häufige Auftakt.
- Lecksklave — die verbundene Rollenbeschreibung.
- Atemreduktion — die abzugrenzende, gefährliche Praktik.
- Femdom — das Feld, in dem sie verbreitet ist.