Praktik

Fixierungsspiele

Das Festsetzen an Möbeln, Gestellen oder Wandpunkten — Bewegungseinschränkung ohne die Komplexität freier Fesselung.

Auch bekannt als: Fixierungs-Spiele · Fesselspiele

Was bedeuten Fixierungsspiele?

Fixierungsspiele bezeichnen das Festsetzen einer Person an Möbeln, Gestellen oder festen Punkten. Der Unterschied zum freien Bondage liegt darin, dass nicht der Körper mit sich selbst verbunden wird, sondern mit einem Gegenstand — an ein Bett, ein Andreaskreuz, eine Bank, einen Stuhl, Wandösen.

Für Einsteiger ist das der zugänglichere Weg. Manschetten und Gurte lassen sich schnell anlegen und ebenso schnell öffnen, sie legen breit auf, und es braucht keine Knotenkenntnis. Zugleich entsteht die Wirkung, um die es geht: Bewegungseinschränkung, Ausgeliefertsein, ein Körper, der zugänglich gemacht ist.

Praxis und Ablauf

Als Hilfsmittel haben sich gepolsterte Manschetten aus Leder oder Neopren durchgesetzt. Sie verteilen den Druck, scheuern nicht und lassen sich mit Karabinern oder Schnellverschlüssen mit einem Griff lösen. Ebenfalls verbreitet sind breite Gurte und Klettbänder. Von Handschellen ist abzuraten: Sie sind schmal, schneiden ein und lassen sich nicht dosieren.

Die Position ist wichtiger, als sie zunächst wirkt. Eine Haltung, die nach zwei Minuten bequem ist, kann nach zwanzig Minuten schmerzhaft sein. Gelenke bleiben leicht gebeugt statt durchgestreckt, Arme werden nicht über längere Zeit über Kopfhöhe fixiert, und der Rücken bekommt Unterstützung. Ein Wechsel der Position nach einer Weile gehört zur Planung.

Am Befestigungspunkt entscheidet die Tragfähigkeit. Bettpfosten, Gestelle und Wandösen müssen die auftretenden Kräfte aushalten — ein sich lösender Punkt verursacht Verletzungen. Etwas Spiel im Gurt ist besser als straffe Spannung, weil die Person sich verlagern kann.

Sicherheit und Grenzen

Geprüft wird laufend die Durchblutung: Sind Finger und Zehen warm und normal gefärbt? Passt ein Finger unter die Manschette? Lässt sich die Hand zur Faust schließen? Kribbeln, Taubheit oder Kraftverlust bedeuten sofortiges Lösen — Nervenschäden kündigen sich nicht durch Schmerz an.

Eine Rettungsschere liegt in Griffweite, ebenso die Schlüssel für alles Abschließbare. Eine fixierte Person wird niemals allein gelassen, auch nicht für einen kurzen Moment — ein Krampf, Übelkeit oder ein Kreislaufproblem in fixierter Position ist ein Notfall.

Fixierungen um den Hals sind ausgeschlossen. Ebenso wird bei stehender Fixierung auf Kreislaufsymptome geachtet, weil längeres regungsloses Stehen zur Ohnmacht führen kann. Ins Vorgespräch gehören Gelenk- und Bandscheibenprobleme, Nervenvorschäden, Kreislaufneigung und Platzangst. Die Dauer wird begrenzt, weil Taubheit in tiefer Versunkenheit kaum wahrgenommen wird.

Verwandte Begriffe

  • Bondage — die freie Fesselung mit Seil.
  • Bondage-Sicherheit — die Regeln im Detail.
  • Inhaftierung — die längerfristige Einschränkung.
  • Mumifizierung — die vollständige Umwicklung.
  • Dungeon — der Raum mit entsprechendem Mobiliar.
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Alle beschriebenen Praktiken setzen einvernehmliches Handeln unter volljährigen, informierten Erwachsenen voraus. Dieser Text ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung.
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