Praktik

Petspiele

Rollenspiel, in dem ein Part die Rolle eines Tieres einnimmt — mit Haltung, Requisiten und einer eigenen, oft spielerischen Dynamik.

Was bedeuten Petspiele?

Petspiele — im englischen Sprachraum petplay — bezeichnen ein Rollenspiel, in dem ein Part die Rolle eines Tieres einnimmt und der andere die Rolle des Halters oder Trainers. Verbreitet sind Hunde-, Katzen-, Pferde- und Kaninchenrollen, wobei jede eine eigene Dynamik mitbringt.

Der Reiz liegt für viele im Abgeben von Verantwortung in besonders vollständiger Form: Ein Tier muss nicht sprechen, nicht entscheiden, nicht erklären. Es wird versorgt, angeleitet und umsorgt. Für andere steht der spielerische, leichte Ton im Vordergrund — Petspiele gehören zu den wenigen Spielarten, in denen ausdrücklich gelacht werden darf.

Praxis und Ablauf

Getragen wird die Rolle von Haltung, Bewegung und Lautäußerung. Typisch sind das Fortbewegen auf allen vieren, das Ersetzen von Sprache durch Laute, das Fressen und Trinken aus Schalen sowie das Reagieren auf Kommandos. Die Rollenwahl bestimmt den Ton: Hunderollen sind meist auf Gehorsam und Anhänglichkeit angelegt, Katzenrollen auf Eigensinn, Pferderollen auf Haltung und Bewegungsdrill.

An Requisiten verbreitet sind Halsband und Leine, Ohren und Schwanz, Handschuhe oder Mitts, Näpfe, Körbchen und Decken. Bei Pferderollen kommen Zaumzeug, Zügel und Geschirr hinzu.

Kombiniert werden Petspiele häufig mit Erziehungselementen — Kommandos üben, Tricks lernen, Belohnung und Konsequenz —, mit Käfigen und mit Vorführung. Häufig gehört auch eine Pflegekomponente dazu: Bürsten, Streicheln, Versorgen. Für viele ist gerade dieser fürsorgliche Teil der Kern der Spielart.

Sicherheit und Grenzen

Praktisch stehen Gelenke im Vordergrund. Längeres Fortbewegen auf allen vieren belastet Knie, Handgelenke und Nacken erheblich. Polsterung, Knieschoner, Mitts, die das Handgelenk gerade halten, und regelmäßige Pausen mit Positionswechsel gehören dazu. Bei Nacken- oder Bandscheibenproblemen ist die Praktik in dieser Form ungeeignet.

Bei Halsband und Leine gilt die eindeutige Regel: Am Halsband wird nicht gezogen. Die Leine dient als Zeichen, nicht als Zugmittel — Zug am Hals kann Kehlkopf und Gefäße schädigen. Für tatsächliches Führen eignet sich ein Brustgeschirr. Ein Halsband wird niemals unbeaufsichtigt an einem festen Punkt befestigt.

Bei Fressen und Trinken aus Schalen ist auf Hygiene und auf die Haltung zu achten — in ungünstiger Position verschluckt man sich leicht. Ins Vorgespräch gehören Gelenkprobleme, Nackenbeschwerden und die Klärung, ob Demütigung Teil des Spiels sein soll. Und wie überall gilt ein Abbruchsignal, das ohne Sprache funktioniert, weil die Rolle Sprechen oft ausschließt.

Verwandte Begriffe

  • Rollenspiele — das Grundprinzip.
  • Halsband und Collaring — das zentrale Requisit.
  • Adult Babyerziehung — die verwandte Fürsorgedynamik.
  • Erziehung — die häufig verbundene Struktur.
  • Inhaftierung — der Käfig als gemeinsames Element.
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Alle beschriebenen Praktiken setzen einvernehmliches Handeln unter volljährigen, informierten Erwachsenen voraus. Dieser Text ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung.
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