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Grundbegriff

Fetischclub

Redaktion Dominacall24 Zuletzt geprüft am

Fetischclub bezeichnet ein Lokal mit regelmäßigen Fetisch- oder BDSM-Veranstaltungen und eigenen Spielbereichen. Anders als ein Bizarrstudio ist er ein Treffpunkt der Szene mit Dresscode, Türpolitik und festen Clubregeln.

Auch bekannt als: SM-Club · BDSM-Club · Fetisch-Club

Was ein Fetischclub ist

Ein Fetischclub, auch SM-Club genannt, ist ein fester Ort, an dem regelmäßig Veranstaltungen für Menschen mit Interesse an Fetisch und BDSM stattfinden. Neben Bar und Tanzfläche gibt es in der Regel Spielbereiche mit Mobiliar wie Andreaskreuz, Pranger oder Spanking-Bock, manchmal auch einen Dark Room. Gäste kommen, um Gleichgesinnte zu treffen, sich in ihrer Kleidung zu zeigen, zuzusehen oder selbst zu spielen.

Abgrenzung zu Veranstaltungen und Studios

Der Fetischclub ist ein Ort, keine einzelne Veranstaltung. Eine Play Party oder eine Fetischparty kann in einem Club stattfinden, ebenso aber in privaten oder angemieteten Räumen. Ein Fetisch-Ball ist ein gesellschaftliches Ereignis mit eigenem Rahmen, ein Kinky Salon ein wiederkehrendes Veranstaltungsformat, das nicht an einen bestimmten Club gebunden ist.

Ebenso wichtig ist die Abgrenzung zum Bizarrstudio, dem professionell eingerichteten Dungeon. Dort finden Sessions mit einer Domina als vereinbarter, privater Termin statt. Im Fetischclub bucht man keine Session, man ist Gast in einer Gemeinschaft. Verwirrend ist, dass sich manche Studios selbst als Club bezeichnen. Wer eine Session mit einer Domina sucht, achtet deshalb auf das tatsächliche Angebot, nicht auf den Namen.

Typische Regeln im Club

  • Dresscode: Erwartet wird Fetischkleidung, etwa aus Lack, Leder oder Latex, oder ein festgelegtes Motto. An Abenden mit Dresscode ist Straßenkleidung nicht erwünscht.
  • Türpolitik: Am Einlass wird entschieden, ob Kleidung, Auftreten und Verhalten zum Abend passen.
  • Clubregeln: Sie legen fest, was in welchen Bereichen erlaubt ist, und gelten für alle Gäste. Dazu können Foto- und Handyverbote in den Spielbereichen gehören, die die Diskretion schützen.
  • Nüchternheitsregel: Gespielt wird nur ohne den Einfluss von Alkohol oder Drogen. Deutlich berauschte Gäste können vom Spiel ausgeschlossen oder gar nicht erst eingelassen werden.
  • Aufsicht: Ein Awareness-Team oder ein Dungeon Monitor achtet auf Sicherheit und Einvernehmen und greift ein, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

Konsens gilt auch beim Zuschauen

Dass im Club offen gespielt wird, bedeutet keine allgemeine Zustimmung. Wer eine Szene beobachtet, hält Abstand, kommentiert nicht, mischt sich nicht ein und berührt niemanden ohne ausdrückliche Erlaubnis. Die Zuschaueretikette gilt auch dann, wenn eine Szene sehr öffentlich wirkt. Gleiches gilt für Kleidung: Ein freizügiges Outfit ist keine Einladung. Wer sich belästigt fühlt oder eine Grenzverletzung beobachtet, wendet sich an das Awareness-Team oder das Personal.

Auch die Spielenden selbst tragen Verantwortung. Absprachen, Safeword und Aftercare gelten im Club genauso wie zu Hause, und eine Szene wird so gewählt, dass sie in den Rahmen des Abends passt.

Missverständnisse und der erste Besuch

Ein Fetischclub ist kein Ort, an dem man spielen muss. Zuschauen, Tanzen und Unterhalten sind ausdrücklich in Ordnung. Wer neu ist, informiert sich vorab über Dresscode und Clubregeln, fragt nach Abenden für Einsteiger und kann die Szene vorher bei einem Munch kennenlernen. Absprachen mit der Begleitung gehören vor den Besuch, nicht erst in den Spielbereich. Und wer sich unwohl fühlt, darf jederzeit gehen.

Verwandte Begriffe

  • Play Party – Veranstaltung mit Spielräumen, nicht an einen Ort gebunden.
  • Fetisch-Ball – gesellschaftliches Ereignis in Fetischkleidung.
  • Kinky Salon – wiederkehrendes Veranstaltungsformat.
  • Dark Room – abgedunkelter Raum in manchen Clubs.
  • Türpolitik – die Regeln am Einlass.
  • Awareness-Team – Ansprechpersonen bei Grenzverletzungen.
  • Zuschaueretikette – das Verhalten beim Beobachten.
  • Dungeon Monitor – Aufsicht in den Spielbereichen.
  • Bizarrstudio – der Ort für Sessions mit einer Domina.
Dieser Text ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung. Was einvernehmliches BDSM ausmacht, steht unter Konsens.
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