Masken-Spiele
Der Einsatz von Masken und Hauben zur Anonymisierung und Sinneseinschränkung — mit stets freigehaltenen Atemwegen.
Was bedeuten Masken-Spiele?
Masken-Spiele bezeichnen den Einsatz von Masken, Hauben und Augenbinden. Die Wirkung entsteht auf zwei Wegen: durch Anonymisierung — das Gesicht verschwindet, und mit ihm ein Teil der Person — und durch Sinneseinschränkung, meist des Sehens, teils auch des Hörens.
Beides verstärkt jede andere Praktik erheblich. Wer nichts sieht, kann nicht vorhersehen, was kommt; jede Berührung wird intensiver, jede Pause länger. Für viele ist eine einfache Augenbinde deshalb das wirksamste Hilfsmittel überhaupt — und zugleich eines der risikoärmsten.
Praxis und Ablauf
Die Bandbreite reicht von der schlichten Augenbinde über Halbmasken bis zu vollständigen Kopfhauben aus Leder, Latex oder Neopren. Manche Modelle haben Öffnungen für Augen und Mund, andere schließen weitgehend ab. Dazu kommen Elemente wie Gehörschutz oder Kopfhörer für zusätzlichen Sinnesentzug.
Für den Einstieg genügt eine Augenbinde vollständig. Sie ist schnell abzunehmen, verursacht kein Wärmeproblem und erzeugt den größten Teil der Wirkung. Kopfhauben sind eine deutliche Steigerung und gehören zu den Elementen, die man erst nach Erfahrung mit einfacheren Formen einsetzt.
Kombiniert werden Masken mit fast allem: Bondage, Fixierung, Knebel, Temperaturspiele, Wachs, Klinikszenarien. Besonders wirksam ist die Verbindung von Nichtsehen und Nichtsprechen, weil sie die Person vollständig auf das Empfinden zurückwirft.
Sicherheit und Grenzen
Die zentrale Regel lautet: Die Atemwege bleiben frei. Masken werden nicht zur Atemeinschränkung eingesetzt. Öffnungen für Mund und Nase sind bei geschlossenen Hauben Pflicht, und es wird laufend geprüft, dass das Material nicht am Gesicht anliegt und die Nasenlöcher verschließt.
Eine Person mit Kopfhaube wird niemals allein gelassen. Eine Schere liegt in Griffweite, weil sich Hauben unter Spannung schwer greifen lassen. Sofort abgenommen wird bei Atemnot, Übelkeit, Schwindel, Panik und bei jedem Zeichen von Wärmestau — bei Latex- und Neoprenhauben staut sich Wärme schnell.
Ins Vorgespräch gehören Platzangst, Panikneigung, Asthma, Nasenatmungsprobleme und Latexallergie. Panik unter einer Haube kann heftig ausfallen und kommt oft ohne Vorwarnung — deshalb wird ein Abbruchsignal vereinbart, das auch mit eingeschränkter Sicht und möglicherweise eingeschränktem Sprechen funktioniert. Bei Gehörschutz zusätzlich ein Berührungssignal, weil gesprochene Anweisungen nicht mehr ankommen.
Verwandte Begriffe
- Knebel-Spiele — die häufig verbundene Einschränkung.
- Mumifizierung — die vollständige Umwicklung des Körpers.
- Gummi Latex Spiele — das Material vieler Hauben.
- Atemreduktion — die abzugrenzende, gefährliche Praktik.
- Bondage — die häufige Kombination.