Praktik

Vomit

Spielart mit Erbrechen. Wegen erheblicher gesundheitlicher Risiken ist von dieser Praktik abzuraten.

Was bedeutet Vomit?

Vomit bezeichnet eine Spielart, die Erbrechen einbezieht. Sie ist eng verwandt mit der sogenannten Römischen Dusche und gehört zum Feld der Körperausscheidungsspiele, dort zu den riskantesten Varianten.

Dieser Eintrag beschreibt kein Vorgehen und rät von der Praktik ab. Anders als bei Spielarten, deren Risiko sich durch Sorgfalt deutlich senken lässt, entstehen die hier auftretenden Schäden unmittelbar durch den Vorgang selbst.

Warum davon abzuraten ist

Erbrochenes enthält Magensäure. Sie greift den Zahnschmelz an — ein Schaden, der nicht umkehrbar ist und bei Wiederholung zu Erosionen und Zahnverlust führt. Ebenso wird die Schleimhaut der Speiseröhre angegriffen, mit dem Risiko von Entzündungen und Einrissen.

Das schwerwiegendste akute Risiko ist die Aspiration: Gelangt Mageninhalt in die Atemwege, kann eine schwere Lungenentzündung entstehen, die lebensbedrohlich verläuft. Die Gefahr ist besonders hoch in liegender Position, bei Fixierung, bei Knebeln und unter Alkoholeinfluss — also genau in den Situationen, die in einer Session häufig vorliegen.

Hinzu kommen Elektrolytverschiebungen bei wiederholtem Erbrechen, die Herzrhythmusstörungen auslösen können, sowie Einrisse am Übergang von Speiseröhre und Magen mit erheblichen Blutungen. Die Praktik ist außerdem ein Infektionsweg für Erreger von Magen-Darm-Erkrankungen.

Ein weiterer Punkt verdient Beachtung: Bewusst herbeigeführtes Erbrechen ist ein Kernmerkmal von Essstörungen. Wer eine solche Erkrankung hat oder hatte, sollte diese Praktik meiden — sie kann eine Krankheitsdynamik reaktivieren, die schwer wieder einzufangen ist.

Alternativen und Notfallhinweise

Der Reiz liegt für die meisten im Tabubruch und in der Machtsymbolik. Beides ist ohne gesundheitliches Risiko erreichbar: Natursekt als deutlich risikoärmere Ausscheidungspraktik, Spitting, Kontrolle über Essen und Trinken als Machtdynamik, sowie Demütigung auf sprachlicher Ebene.

Kommt es unbeabsichtigt zum Erbrechen — etwa bei Knebelspielen oder bei starker Anspannung —, gilt: sofort alles entfernen, was den Mund verschließt, die Person auf die Seite drehen, damit nichts in die Atemwege gerät, und den Mundraum freimachen. Treten in den folgenden Tagen Husten, Atemnot oder Fieber auf, gehört das ärztlich abgeklärt, mit ehrlicher Angabe des Vorgangs — das verkürzt die Diagnose erheblich.

Verwandte Begriffe

  • Römische Dusche — die eng verwandte Bezeichnung.
  • KV Spiele — das Feld der Ausscheidungsspiele.
  • Natursekt — die risikoärmere Alternative.
  • Knebel-Spiele — der Zusammenhang mit Aspirationsgefahr.
  • Hard Limit — die Grenze, die hier häufig gesetzt wird.
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Alle beschriebenen Praktiken setzen einvernehmliches Handeln unter volljährigen, informierten Erwachsenen voraus. Dieser Text ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung.
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