Praktik

Bastonade

Schläge auf die Fußsohlen — eine Praktik mit intensiver Wirkung, die geringe Kraft und genaue Kenntnis der Anatomie verlangt.

Was bedeutet Bastonade?

Bastonade bezeichnet Schläge auf die Fußsohlen. Der Begriff stammt von der historischen Prügelstrafe gleichen Namens; die einvernehmliche Spielart greift das Bild auf, arbeitet aber mit einem Bruchteil der Einwirkung.

Die Fußsohle ist außerordentlich dicht mit Nervenenden versehen. Das erklärt die Wirkung: Schon geringe Krafteinwirkung wird als sehr intensiv empfunden, und der Reiz strahlt weit aus. Für viele liegt darin der Reiz — ein starkes Erlebnis, das mit sehr moderaten Mitteln erreicht wird.

Praxis und Ablauf

Der empfangende Part liegt oder sitzt üblicherweise mit fixierten Beinen, sodass die Sohlen zugänglich und ruhig sind. Diese Fixierung dient der Genauigkeit: Ein Fuß, der ausweicht, führt zu Treffern an Stellen, die nicht getroffen werden sollen. Gearbeitet wird ausschließlich auf dem fleischigen Mittelbereich der Sohle.

Geeignet sind leichte, flexible Werkzeuge — eine schmale Gerte, ein leichter Rohrstock, ein flacher Paddel, oft auch die flache Hand. Entscheidend ist die Dosierung: Die Sohle verträgt deutlich weniger als das Gesäß, und Erfahrene beginnen sehr leicht und steigern in kleinen Schritten. Häufig wird mit gezählten Serien und Pausen gearbeitet, weil die Wirkung sich aufbaut und nachhallt.

Verbunden wird die Praktik oft mit Verhör- oder Erziehungsszenarien, weil sie sich gut mit Zählen, Fragen und Anweisungen kombinieren lässt. Auch die Verbindung mit Fußerotik ist verbreitet.

Sicherheit und Grenzen

Es gibt klare Tabuzonen. Nicht getroffen werden die Ferse, der Fußrücken, die Knöchel, die Zehen und der Bereich der Achillessehne. Am Fuß liegen Knochen, Sehnen und Gefäße dicht unter der Haut; Treffer dort können Sehnenreizungen, Knochenhautverletzungen und langwierige Beschwerden verursachen. Die Sohle selbst trägt das Körpergewicht — Schäden dort machen sich sofort beim Gehen bemerkbar.

Abgebrochen wird bei Taubheit, bei einschießenden Schmerzen in Bein oder Rücken, bei sichtbarer Schwellung und bei jeder Hautverletzung. Nach der Session gilt: kühlen, hochlegen, nicht sofort längere Strecken gehen. Bleibt es beim Auftreten länger als einen Tag schmerzhaft, ist ein Arztbesuch angebracht.

Ins Vorgespräch gehören Diabetes und Nervenerkrankungen — bei eingeschränktem Empfinden an den Füßen ist die Praktik ungeeignet, weil die Rückmeldung fehlt. Ebenso relevant sind Fersensporn, Plantarfasziitis, Durchblutungsstörungen und Blutverdünner. Und weil viele Menschen an den Füßen sehr kitzlig sind, gehört auch das geklärt: Unkontrolliertes Zucken macht genaue Treffer unmöglich.

Verwandte Begriffe

  • Fußerotik — die Vorliebe für Füße, oft damit verbunden.
  • Rohrstockerziehung — die verwandte Praktik mit anderem Ziel.
  • Flagellation — der Oberbegriff für Schlagpraktiken.
  • Verhör Spiele — das Szenario, mit dem sie häufig kombiniert wird.
  • Fixierungsspiele — die Fixierung, die hier der Genauigkeit dient.
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Alle beschriebenen Praktiken setzen einvernehmliches Handeln unter volljährigen, informierten Erwachsenen voraus. Dieser Text ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung.
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